
Wer wir sind
Der Name unseres im Jahr 2007 gegründeten Verlages erinnert an die Seeschlacht von Lepanto. Die von Papst Pius V. zusammengerufene und von Don Juan de Austria befehligte Flotte der christlichen Mittelmeermächte triumphierte am 7. Oktober 1571 bei Lepanto im Ionischen Meer über das Osmanische Reich und beendete dessen Mythos der Unbesiegbarkeit. Die katholische Kirche feiert seither an diesem Tag im Jahr den Gedächtnistag der allerseligsten Jungfrau Maria vom Rosenkranz, um an die Fürsprache der Gottesmutter während der Schlacht zu erinnern.
Das Gründungsmotiv der Verleger war jedoch weder ein politisches noch ein militaristisches, sondern die Überzeugung, die auch der emeritierte Papst Benedikt XVI. gegenüber dem Erzbischof Negri bei dessen Besuch im Kloster Mater Ecclesiae am 5. Februar 2014 äußerte: Wo keine Schlacht ist, ist kein Christentum. („Wenn es keinen Kampf gibt, gibt es kein Christentum.“) Damit ist gemeint: Die Zukunft liegt nicht im ununterscheidbaren Aufgehen in der Verweltlichung, sondern im unerschrockenen Verständnis der kirchlichen Lehre als „Skandal für die Welt“.
Im Gedenken an den historischen Rettungsakt von Lepanto veröffentlichen wir theologische Literatur, die Glaubensfreude und Bekennermut ausstrahlen soll, aber auch Werke zur Philosophie, Kultur- und Literaturgeschichte, die sich aus der Vielfalt des abendländischen Geisteslebens speisen und die Freiheit des Denkens für Europa bewahren wollen.
Das Gründungsmotiv der Verleger war jedoch nicht ein militärhistorisches oder gar politisierendes, sondern die Überzeugung, die auch Papst emeritus Benedikt XVI. gegenüber dem Erzbischof Negri bei dessen Besuch im Kloster Mater Ecclesiae äußerte: „Wo keine Schlacht ist, ist kein Christentum“. Soll heißen: die Zukunft liegt nicht im ununterscheidbaren Aufgehen in der Verweltlichung, sondern im unerschrockenen Verständnis der kirchlichen Lehre als „Skandal für die Welt“.
In diesem Sinne veröffentlichen wir theologische Literatur, die Glaubensfreude und Bekennertum ausstrahlen soll, aber auch Werke zur Philosophie und Kulturgeschichte, die sich aus der Vielfalt des abendländischen Geisteslebens speisen. Denn weit über das Leben der Kirche hinaus haben historische Rettungsakte wie Lepanto auch die Freiheit des Denkens für Europa bewahrt.
Aus dem Geleitwort zu Band 1 des „Lepanto-Almanachs“ (2020):
Den Reichtum katholischen Geisteslebens aufzunehmen und unter den völlig veränderten Bedingungen des 21. Jahrhunderts, das jedenfalls in Deutschland nicht mehr christlich geprägt ist, gleichwohl sichtbar zu machen, ist das Anliegen des Lepanto-Verlages. Sein Buchprogramm bietet theologischen, philosophischen und zeitkritischen Positionen Raum, die Bezüge zum katholischen Denken aufweisen, von ihm also entweder ausgehen oder in eine ernsthafte Debatte mit ihm eintreten. Im Sinne des biblischen Gleichnisses soll es unternommen werden, die anvertrauten Talente zu mehren (Mt 25).
Die Arbeit des Verlages ist von der Überzeugung getragen, daß das weitreichende Versinken des Glaubens und der (durch nachkonziliare Ideologeme beschleunigte) Ruin der ehedem volkskirchlichen Institutionen, der mit ihm einhergeht, die Stimmen einer intellektuellen Katholizität keineswegs überflüssig werden lassen, sondern ihnen geradezu im Gegenteil die Funktion eines Antidots zuweisen. Entsprechend dem Verlagssignet mit dem Wahlspruch „Inter folia semper fructus“ geht es nicht darum, unfruchtbares Laubwerk einer von den Wurzeln universalkirchlicher Tradition abgetrennten, in ahistorischer Zeitgebundenheit befangenen Pastoral zu mehren. Vielmehr besteht die Aufgabe darin, die im Weinberg des Herrn gelesene Frucht sorgfältig zu keltern.
Der Verlag sieht als entscheidend die Bereitschaft an, sich auf den Glauben einzulassen, nicht das Wissen, ihn sicher zu besitzen. Hierin ist das Angebot einer freimütigen geistigen Auseinandersetzung inbegriffen, das sich an der berühmten Formulierung Papst Benedikts XVI. aus dessen Freiburger Predigt vom 25. September 2011 orientiert: „Agnostiker, die von der Frage nach Gott umgetrieben werden, […] sind näher am Reich Gottes als kirchliche Routiniers, die in ihr [d. h. der Kirche] nur noch den Apparat sehen, ohne daß ihr Herz davon berührt wäre, vom Glauben berührt wäre“.
Auch ein besonderer kultureller Akzent, um den sich der Verlag in den letzten Jahren verstärkt bemüht, ergibt sich aus dieser Lagebestimmung: Es ist das Bemühen, den Thesaurus einer Literatur auf christlich-abendländischer Grundlage in Erinnerung zu rufen und auf seine fortdauernde Bedeutung für zeitgenössisches Denken zu befragen. Darüber hinaus gilt es zu untersuchen, welchen Raum christliche Autorschaft heute haben kann und wo christliche Inspiration, und sei es bloß subkutan, in der Gegenwartsliteratur aufzufinden ist. Eine spürbar vermehrte Beschäftigung führender europäischer Denker mit dem Katholischen als dem „Anderen“, das neben einem auf Totalität hinzielenden, konstruktivistisch basierten Diskurs sein Eigenrecht bewahrt, kommt dem entgegen. Die christliche Herausforderung als Skandalon ist nicht verlorengegangen – wie zu zeigen sein wird!