Scholdt, Günter; Fackelmann, Christoph; Wahlster, Ruth (Hrsg.): Eisblumen. Nonkonformistische Lyrik im Dritten Reich

32,00 

– ISBN: 978-3-942605-32-8
– Format: 195 x 129 mm
– Seiten: 2 Bände im Set, 586 u. 256 Seiten
– Broschur
– Erschienen: 30.10.2024

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Artikelnummer: 70-532 Kategorie:

Günter Scholdt, Christoph Fackelmann (Hrsg.),
in Zusammenarbeit mit Ruth Wahlster:
Eisblumen. Nonkonformistische Lyrik im Dritten Reich.
Eine Anthologie

Gottfried Benn ist noch ein Begriff. Man kennt vielleicht auch Oskar Loerke, Georg Britting oder Werner Bergengruen, aber werden ihre Gedichte noch gelesen? Und wie steht es um die vielen anderen Autorinnen und Autoren, die in der Zeit von Diktatur, Terror und Krieg standhaft genug blieben, um Lyrik zu schreiben, die sich ein unabhängiges Kunstgewissen bewahrte? In den Jahren von 1933 bis 1945 verbirgt sich ein wahrer Schatz an bewegenden und beeindruckenden lyrischen Texten aus Deutschland – manchmal das offene Zeugnis mutigen politischen Widerstands, manchmal der erstaunliche Konterpart zu Verwerfungen in der Biographie der Verfasser und sehr oft einfach Ausdruck einer poetischen Kraft, die sich nicht vor den Karren der Phrasen und Parolen spannen ließ. Diese Anthologie dokumentiert das Potential und den Facettenreichtum nonkonformistischen Schreibens auf dem Gebiet der lyrischen Dichtkunst während der NS-Herrschaft und lädt zur Wiederbegegnung mit einer zu Unrecht vergessenen Welt ein.

 

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Fackelmann, Christoph

Christoph Fackelmann, Dr. phil., geb. 1970 in Wien, studierte Deutsche Philologie, Geschichte und Pädagogik. Er arbeitet als Literaturhistoriker, Verlagslektor und Redakteur. Von 2004-2009 war er an der Universität Wien in der neugermanistischen Lehre tätig. 2003-2013 redigierte er das traditionsreiche Jahrbuch der österreichischen Goethe-Gesellschaft, 2011–2016 auch die Wiener Sprachblätter, Österreichs größte Sprachpflegezeitschrift. Fackelmann veröffentlichte zahlreiche Studien zur deutschen und österreichischen Literaturgeschichte mit Schwerpunkten auf dem Gebiet der Frühen Neuzeit sowie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der Form- und der Rezeptionsästhetik. Als Autor bzw. Herausgeber legte er u. a. Bücher zu Josef Weinheber (2005, 2009, 2013) und Franz Spunda (2016) sowie zu Theorie und Praxis einer Literaturgeschichte Österreichs (2011) vor. Editorisch wirkte er u. a. an der mehrbändigen Werkausgabe des oberösterreichischen Benediktinerdichters Simon Rettenpacher im Rahmen der „Wiener Neudrucke“ (2006-2009) mit. Seit 2018 ist er Präsident der Josef Weinheber-Gesellschaft.

 

Weitere Bücher von Fackelmann, Christoph

Scholdt, Günter

Günter Scholdt (geb. 1946 in Mecklenburg), Prof. Dr., Germanist und Historiker, bis 2011 Leiter des Saarbrücker „Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsaß“. Arbeitsschwerpunkte: Literatur 1933–1945 (Autoren über Hitler, 1993), Regional- und Grenzliteratur (Sammlung Bücherturm, 2002–2017), literarisches Werten. Zuletzt u. a.: Die große Autorenschlacht. Weimars Literaten streiten über den Ersten Weltkrieg (2015), Literarische Musterung. Warum wir Kohlhaas, Don Quijote und andere Klassiker neu lesen müssen (2017). Dazu Beiträge zur Analyse aktueller politisch-rechtsstaatlicher Verwerfungen, u. a.: Anatomie einer Denunzianten-Republik (2018), Populismus (2020).

 

 

Weitere Bücher von Scholdt, Günter

Wahlster, Ruth (Hrsg.)

Ruth Wahlster, Mag. phil., Studium der Germanistik und Musikwissenschaft, Redaktionstätigkeiten im Ministerium für Bildung und Kultur und im Landesinstitut für Pädagogik und Medien des Saarlandes, Forschungsschwerpunkte: christliche Autoren der Inneren Emigration (Gertrud von le Fort, Edzard Schaper, Theodor Haecker, Reinhold Schneider u.a.) und Literatur des frühen 20. Jahrhunderts.

Weitere Bücher von Wahlster, Ruth (Hrsg.)

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